Samstag, 25. Mai 2013

Chironico

Der regnerische Frühling lässt Philipp, Thomas, Marc und Michi ins Tessin flüchten. Dort herrschen aussersaisonale Top-Conditions. Thomas und Marc haben bisher noch nie den Weg zu den Tessiner Felsblöcken gefunden, freunden sich aber sehr schnell mit dem Spot an. Marc findet es sogar "voll friedlich hier". Zufälligerweise treffen wir Josh und Silvan. Marc und Thomas müssen als Neulinge zuerst einmal alle Klassiker des Paese-Sektors abspulen - The Aviator, Les Cadeaux, Los Cursos und Bella Gnocca stehen auf der Liste. Erstmals kommen auch die Stärken und Schwächen unserer Hallenfreunde ans Tageslicht. Der Hook ist für die einen eher etwas wie ein mystischer, unbegreiflicher Zaubertrick, für die anderen gehört er durchaus zum gängigen Repetoire. Aber wie schon Sharma vorlebte: "Kraft kann Technik kompensieren". Wenigstens bis zu einem gewissen Grad. Oder das Hojer'sche Dogma: "Wenn die Füsse stets rutschen, setzt man sie besser gar nicht mehr". Auf jeden Fall hatten wir Freude an der Stilanalyse. Weiter geht es zur Borderline, wo die Zustiegsplatte zum Sprung auch nicht unterschätzt werden darf. Silvan und Josh verlassen uns leider schon bald wieder, da ihre gestrige Teilnahme am Blocbuster ihren Tribut fordert. Ihre Fingerkuppen waren schon am Morgen pink.


Die nächste Episode des Tages trägt den Namen "Der verlorene Walliser". Thomas ist zuletzt noch mit Josh und Silvan unterwegs, doch findet er im grossen Wald seine Freunde nicht mehr. Die moderne Technik sei dank - per I-Phone lassen sich die Standorte austauschen. Philipp, Marc und Michi haben in der Zwischenzeit der genialen Linie von The Sickle (Bild zuoberst) einen Besuch abgestattet. Leider sind wir nicht lange glücklich vereint, den die Fussballfreunde treibt es nach Hause vor den Fernseher - das Champions League Finale wartet. Für Philipp und Michi ein unverständliches Verhalten, sie gehen weiter und klettern mit weniger oder mehr Mühe Doktor Multifit. Philipp klettert den Boulder schnell, nachdem er im ersten Versuch am ersten Zug scheitert. Michi klagt über seine Haut, die auch schon eine bessere Konsistenz hatte als jetzt, mitten in der Prüfungsphase. Philipp stellt weitere, wilde Mutmassungen an, woher der Qualitätsverlust rühren könnte. Nach gefühlten zwanzig weiteren Versuchen fügt Michi die drei Züge aber doch noch erfolgreich aneinander. Zufrieden fahren wir nach einem lustigen Tag nach Hause. Im Zug finden wir nach einigen Kraftübungen endlich heraus, wieso Philipp jeweils viel mehr Tritte erreicht als Michi. Der Längsspagat unaufgewärmt ist für ihn kein Problem, zum Seitspagat fehlt nur wenig. Ein richtig übler Kerl...

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