Schnee und Regen verhindern zur Zeit jegliche Frühlings- oder gar Sommergefühle. Noch schlimmer, sogar die meisten Felsen in der näheren Umgebung stehen unter Wasser. Die Flucht in den Süden bleibt darum, wie schon letzte Woche, unsere einzige Option.
Einfachere Boulder sind nicht zwingend einfach. Einige dieser Linien im oberen sechsten und unteren siebten Fontainebleau-Grad konnten wir zügig abhaken, andere haben uns doch einen guten Teil Kraft, Haut und Willen abverlangt. Einer jener Boulder, die uns sicher im Gedächtnis bleiben werden, ist Trip to London. Diese wunderschöne, hohe Platte befindet sich ganz in der Nähe des grossen Parkplatzes. Auf den ersten Blick sieht der Block beeindruckend mächtig aus. Auf den zweiten Blick bemerkt man den Baum und hofft, dass man nicht dort hineinfallen wird. Erst auf den dritten Blick fallen die zahlreichen Unebenheiten auf, die den Aufstieg ermöglichen. Jedoch benötigen wir doch einige Zeit, nämlich drei Abflüge, je einen vom Einstieg, aus der Mitte und von zuoberst, bis wir die trickreichen Sequenzen entschlüsselt haben.
In Tira e Molla, einem komischen Einzug-Plattendyno, kämpfen wir schon ziemlich gegen die Hitze. Philipp und Marc klettern beide noch zügig Super Size Me, Philipp dabei seriös im Flash-Mode. Gegen Nachmittag wird die Hitze immer grösser, im schönen Sloper-Problem The Modern Ruin rutschen wir mit schwitzigen Fingern von eigentlich guten Griffen. Irgendwann ist die Motivation am Ende und wir hoffen auf besseres Wetter in kühleren Gebieten.

