Posts mit dem Label Gimmelwald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gimmelwald werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 18. August 2012

Gimmelwald

Gimmelwald ist das Hardmover-Mekka der Schweiz. Nirgendwo sonst ist die Konzentration an harten Routen derart hoch. Obed kann endlich sein altes Projekt Femme Rouge wegzwicken. Diese Route hat er immer zum Ausklettern probiert. Heute gibt er den Go schon mal früher und prompt klappt es ziemlich locker mit dem Durchstieg. Matthias fliegt bei seinem Versuch in Trümmelbach zuoberst raus. Die richtige Lösung war nicht mehr ganz im Kopf, darum gibt es einen zweiten Go. Wieder kommt er zurselben Stelle, doch mit dem Beta im Kopf fliegt er problemlos darüber hinweg. Nachher ist Zeit für härtere Projekte. Der Heimweg entpuppt sich wie so oft als der grösste Fight des Tages. Schlussendlich sind wir doch alle ganz zu Hause und kochen gemütlich ein fettes Essen zur Stärkung für den morgigen Tag.


Montag, 27. Juni 2011

Gimmelwald

Nach dem Schlänggen am Samstag soll es heute nach Gimmelwald gehen. Mit Flo's rotem Käfer düsen wir über den Brünig nach Lauterbrunnen. Flo ist voll motiviert, er kommt zum ersten Mal nach Gimmelwald. Da es viel geregnet hat, ist ziemlich viel nass, nur unsere Projekte sind wie praktisch immer trocken.

Flo hetzen wir natürlich gleich als Ersten in den Überhang und nach den ersten Metern hat er sich auch schon gut an die Steilheit und die offenen Griffe gewöhnt. Heute ist das gar nicht so einfach, es ist recht warm und die Griffe fühlen sich leicht schmierig an. Michi bekommt das in der Femme Rouge zu spüren und es läuft nicht ganz so gut wie letztes Mal. Dazu ist auch die Haut noch schneller weg...

Nach dem Warm-up zieht es Obed wieder in die Trümmelbach, nach der Hexenküche sein zweites grosses Gimmelwald-Projekt. Die Züge sitzen schon recht gut, auch mit dem Zusammenhängen klappt es immer besser. Am Ende des Tages gibt es noch den obligatorischen Versuch in Femme Rouge, doch die Sessions in Trümmelbach haben schon zuviel Kraft gefordert. Wir treten den Rückzug an und dürfen auf der Heimfahrt noch Stau vom Brünig bis Luzern geniessen.

Montag, 13. Juni 2011

Fog and Rain



Wiedermal will das Wetter nicht optimal mitspielen, doch dieses Wochenende ist das nebensächlich. Gimmelwald steht auf dem Programm und beim Routen ausbouldern stört die eine oder andere nasse Stelle nicht. Dank den angenehmen Temperaturen und dem frischen Wind herrschen in den wenigen trockenen Routen gute Bedingungen. Zu diesen Routen gehören unter anderem Hexen- und Teufelsküche, Femme Rouge, wenn man von den letzten zwei einfachen Metern absieht, die neue Route Torrero und die Trümmelbach, die nur einen nassen Einstieg hat...

Obed zieht es schnell wieder in sein Projekt Trümmelbach. Diese Route beginnt mit einem knallharten Bouldereinstieg, der mit zwei weiten und schweren Zügen aufwartet. Ein No-Hand-Rest danach ermöglicht es, sich vor dem ausdauernden zweiten Teil einigermassen zu erholen. Die Einzelzüge sitzen schon ziemlich gut und auch das Zusammenhängen der Moves klappt schon immer besser. Michi bouldert die Femme Rouge aus. Die Route ist ziemlich kurz, dafür gibt es bis zum Schluss keine Rastposition und es hilft nur Dranbleiben. Im Vergleich zu den anderen Routen hier ist die Kletterei in der Femme Rouge auch recht technisch. Mit Hilfe der wertvollen Tipps von Andy und Uli gelingen die Züge immer besser.

Am Abend bemerken wir, dass die Zündhölzer den Weg in den Rucksack nicht gefunden haben. Natürlich fällt uns das erst auf, als die letzten Kletterer bereits aufgebrochen sind. Die einzige Lösung bleibt somit ein kurzer Ausflug ins Dorf, wo uns der nette Älpler weiterhilft. Am Abend klettern wir keine weiteren Routen mehr, obwohl es bis nach neun Uhr mehr als genügend hell wäre. In der Nacht regnet es und am nächsten Morgen tropft es auf der ganzen Länge der Wand aus den Platten darüber hinunter...

Sonntag, 22. Mai 2011

Gimmelwald

Heute sind Samuel, Obed und Michi mal wieder in Gimmelwald. Wir probieren verschiedene der einfacheren Routen. Rechts von 'Men at Work' gibt es eine neue Route, die Torrero, einen Quergang nach rechts hinauf (siehe Fotos unten). Die Fusstritte sind teils nicht ganz fest, das wird aber mit mehr Begehungen sicher noch besser. Am Mittag scheint die Sonne, gegen Nachmittag beginnt es zu nieseln, es kühlt ab und die Bedingungen werden besser. Obed gelingt beinahe Hexenküche, nachdem er schon einiges geklettert hat. Er rutscht unglücklich beim letzten Zug des Boulders oberhalb der Dachkante. Samuel projektiert die neue Route und Michi schaut sich die Boulderroute 'Brot für Brüder' genauer an. Am Abend ist unsere Fingerhaut schön auf verschiedenste Routen verteilt...

Sonntag, 24. April 2011

Gimmelwald



Gimmelwald - dieser Klettergarten steht, wie der Voralpsee, auf unserer Liste der absoluten Top-Gebiete, die wir dieses Jahr besuchen wollen. In den Osterferien ist endlich genug Zeit vorhanden und die Planung wird konkreter. Schlussendlich finden wir doch niemanden mehr, der mitkommen kann und so starten wir am Freitagmorgen zu zweit in Richtung Gimmelwald. Die einzige Sorge bleibt, dass die Wand nass sein könnte und wir die lange Reise dann umsonst hinter uns gebracht hätten. Doch einen Versuch wollen wir wagen...

Nach über drei Stunden Fahrt steigen wir in Lauterbrunnen aus dem Zug. Es herrscht ein ziemliches Gedränge, zahlreiche Touristen sind unterwegs. "Dää gits jä niid", hört man plötzlich jemanden in klassischen Basler-Diitsch sagen. Sevi und Jan sind auch hier, auf der Rückkehr vom Nollen am Mönch, wo sie in hüfttiefem und haltlosen Schnee den Aufstieg abbrechen mussten. Wir plaudern über alles Mögliche, vergessen die Zeit und fast hätten wir deswegen unseren Anschlussbus verpasst...

Auf dem weiteren Weg nach Gimmelwald treffen wir niemanden mehr, den wir kennen. In der Seilbahn werden wir dafür als Klettersteigler bezeichnet, aber auch solche listigen Anschuldigungen können uns so kurz vor dem Ziel nicht mehr aufhalten. Das viel härtere Hindernis bleibt der bevorstehende Zustieg, der mit einigen Kilogramm auf dem Rücken und den hohen Temperaturen kein Zuckerschlecken sein wird. Doch alles ist halb so wild, zuerst spaziert man auf einem gemütlichen Weg ins Tal hinein. Irgendwann zeigt sich der beeindruckende Überhang von Gimmelwald, praktisch trocken, aber leider weit über dem Weg... Kurz darauf folgt die Abzweigung hinauf. Viel geredet haben wir im weiteren Verlauf nicht mehr, länger als die angegebenen fünfzig Minuten brauchen wir trotzdem. Nach dem härtesten Zustieg unserer Kletterlaufbahn stehen wir unter der Felswand von Gimmelwald und sind ziemlich am Ende. Ausser den lieben Tieren oben in der Wand ist niemand hier, so können wir in Ruhe wieder etwas Kraft auftanken bevor wir in die erste Route starten.


Teufelsküche heisst die erste Route unserer Wahl, die zwar nicht so überhängend wie die anderen Touren, aber trotzdem recht steil ist. Wir können die Route nicht punkten, probieren auch nicht weiter, da es für das Selbstwertgefühl nicht fördernd ist, die Einwärmroute zu projektieren. Die nächste Route, die wir versuchen ist die Surfer's Paradise. Ziemlich ausdauernd und weite Züge im Überhang... Zu hart für uns, so steigen wir als nächstes in die Hexenküche ein. Ein Klassiker, und das nicht unverdient, die Züge sind super. Wenn man unter so einer Route sitzt, fühlt man sich wie ein richtig guter Kletterer. Ist man dann in der Route unterwegs, ist dieses Gefühl nicht mehr so stark...

Die Sonne scheint schon wieder prall an die Wand, als wir am nächsten Morgen aufwachen. Es ist genug warm, um im T-Shirt zu frühstücken. Nach einer ausgiebigen Aufwachphase wärmen wir uns wieder in der Teufelsküche auf und Obed kann sie gleich punkten. Wir probieren nochmals die Hexenküche und bouldern anschliessend die Femme Rouge aus. Inzwischen ist ein deutsches Ehepaar eingetroffen. Er hat auch die Hexenküche projektiert und gibt uns einige Tipps. Mittlerweile hat sich der Strom aber heimlich aus dem Staub gemacht und wir packen unsere Sachen. Der Rückweg mit leichterem Gepäck ist schon um einiges angenehmer, dafür erwischen wir die Seilbahn nicht mehr. Nach dem überfüllten Zug in Lauterbrunnen geniessen wir ab Interlaken ein freies Sechser-Abteil und ein kühles Bier. Und eines ist klar: "Gimmelwald, daa muemer meeh cho...". Wir kommen wieder.